| Hydrologie / Versickerung
Wasser ist lebensnotwendig. In Mitteleuropa ist es fast überall
in ausreichender Menge vorhanden; aber die Qualität von Grund- und
Oberflächenwasser läßt häufig nur noch eine eingeschränkte
Nutzung zu bzw. muß zum Teil durch aufwändige Verfahren verbessert
werden. Durch fortschreitende Bodenversiegelung geht außerdem der
Anteil des versickernden und damit zur Grundwasserneubildung beitragenden
Wassers zurück. Das führt
zu einem künstlich erhöhten Oberflächenabfluß mit
zeitweiliger Überlastung der Kanalisation und damit zur Hochwassergefahr.
Folgende Untersuchungen dienen u.a. dem vorbeugenden Gewässer-
und Grundwasserschutz:
- Erkundung der hydrogeologischen Situation
- Hydrogeologische und hydrologische Kartierung
- Grundwassermeßstellen und -meßnetzplanung, Koordination
und gutachterliche Begleitung von Brunnenbohrarbeiten
- Bodenuntersuchung zur Ermittlung von Schadstoffen im
ungesättigten Bereich (Sickerwasserzone)
- Bohrungen zur Ermittlung der Mächtigkeit und Zusammensetzung
von Grundwasserleitern
- Durchlässigkeitsbestimmungen (kf-Wert; z.B. Versickerungsversuche,
Auswertung von Pumpversuchen, Korngrößenanalysen, Messungen
in der Triaxialzelle)
- Erstellung von Grundwasserhöhengleichenplänen, Flurabstandskarten,
hydrogeologischen Profilschnitten, Grundwassergefährdungskarten
- Abflußberechnung, Wasserbilanzen
- Gutachten zur dezentralen Versickerung
von Niederschlagswässern gemäß ATV A
138, Entwässerungs- und Genehmigungsplanung (Beantragung der wasserrechtlichen
Erlaubnis)
- Erfassung und Bewertung der Wasserbeschaffenheit
- Hydrochemische Kartierung
- Standortspezifische Untersuchung zum Nachweis von Beeinträchtigungen
- Nutzungsspezifische Prüfung (z.B. Trinkwasser, Badegewässer,
Fischgewässer)
- Beton- und Stahlaggressivität
- Erfassung und Bewertung des ökologischen Gütezustandes
von Fließ- und Stillgewässern
Das Wasser wird von Tag zu Tag eine kompliziertere chemische Formel.
[Michael Schulte]
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